KoRo testet: Kakao Nibs

Schokolade in seiner natürlichsten Form. Das sind Kakao Nibs. Klein, braun, schokoladig und lecker. Eine super Alternative zur Schokolade, die wir Dir heute vorstellen möchten.

Herkunft

Kakaonibs sind kleine Splitter, die aus der Kakaobohne gewonnen werden. Bereits zur Zeit der Maya, Inka und Azteken waren Kakaobohnen unglaublich wertvoll. Ihr Genuss war somit vorerst nur den höheren Schichten vorbehalten. Aus diesem Grund werden sie heute auch als „Speise der Götter“ bezeichnet. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der Kakao das erste Mal durch spanische Eroberer nach Europa, wo er sich schnell verbreitete. Schließlich kam er über europäische Kolonien auch nach Afrika und Asien. Mittlerweile ist er auf jedem Kontinent zu finden.

Ernte und Herstellung

Nachdem die meist violetten und gelblichen Kakaofrüchte von den Bauern per Hand von den hochgewachsenen Kakaobäumen geerntet wurden, werden die Schoten auseinandergebrochen und die eigentlich weißen Bohnen innerhalb der Schote werden gesäubert. Dabei können rund 30 bis 50 Kakaobohnen im Fruchtfleisch der Schote stecken.

Danach wird die Fermentation eingeleitet, ein natürlicher Gärungsprozess, der wichtig für die spätere Verarbeitung ist. Hierfür werden die Bohnen traditionell in Bananenblätter eingewickelt und anschließend bis zu einer Woche in Mulden oder Holzboxen gelagert. Die Fermentation sorgt dafür, dass sich das Fruchtfleisch von der Bohne löst und die Bohne selbst eine braune Färbung annimmt.

Im vorletzten Schritt werden die Bohnen schonend bei maximal 45 °C getrocknet. Da es sich bei Kakaonibs um ein Rohprodukt handelt, darf diese Temperatur auch nicht überschritten werden. Durch die schonende Verarbeitung bleiben die Kakaonibs qualitativ hochwertig.

Um den Kakaonibs ihr charakteristisches Aussehen zu verleihen, werden sie im finalen Schritt, nachdem sie von ihrer harten Schale getrennt wurden, noch in kleine Splitter gebrochen.

Verwendung

Wer auf einen herben, natürlichen Schokoladengeschmack abfährt, ist mit den kleinen Nibs am besten aufgehoben. Als Topping auf dem Müsli, für den Extra-Crunch im Chia-Pudding oder für eine zusätzliche herbe Note im Joghurt – Kakaonibs passen eigentlich fast immer. Auch als Backzutat im Kuchen, in Muffins oder Cremes sind sie bestens geeignet. Für wen Schokolade nicht kakaohaltig genug sein kann, kann diese kleinen Stückchen sogar einfach pur zwischendurch snacken.

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Kommen wir nun zu unserem Vergleich, bei dem acht Produkte gegeneinander angetreten sind. Bei allen Produkten handelt es sich um ungeröstete Bio-Kakaonibs.

1. KoRo – Kakaonibs ungeröstet

Die Kakaonibs von KoRo sind etwas kleiner als die Nibs der meisten anderen Marken. Ihre Farbe kann als ein schönes erdiges Braun beschrieben werden. Sie sehen aber nicht nur lecker aus, sondern bringen auch einen intensiven, herben und kakohaltigen Geschmack mit. Von vielen Testern wurde allerdings auch ein leicht säuerlicher Nachgeschmack bemerkt. Mit einem Preis von 1,49 € pro 100 g sind sie allerdings klarer Preissieger.

KoRo_

2. Veganz – Kakao-Nibs

Die Nibs von Veganz sind im Vergleich zum vorherigen Produkt etwas größer und auch die braune Farbe ist um eine Nuance dunkler. Geschmacklich sind diese zwar weniger säuerlich, dafür aber etwas bitter. Eine schokoladige Note dringt kaum durch, was viele Tester enttäuschte. Der Preis von 3,96 € pro 100 g kann abschrecken. Es ist mit Abstand das teuerste Produkt.

Veganz

3. Sevenhills – Roh Kakaonibs

Optisch lassen sie sich eigentlich kaum von den Nibs von Veganz unterscheiden. Und auch bei diesem Produkt dringt kaum ein Schokoladen-Geschmack durch. Beim Kauen merkt man, dass sie ziemlich schnell auf der Zunge zerkrümeln und ein unangenehmes, trockenes Gefühl im Mund hinterlassen. Mit einem Preis von 1,50 € pro 100 g teilt es sich zwar beinahe den ersten Platz in der Preiskategorie, konnte unsere Tester geschmacklich aber nicht überzeugen.

Sevenhills

4. Active Foods – Organic Raw Cacao Nibs

Diese Kakaonibs fallen äußerlich nicht nur durch ihre überdurchschnittliche Größe auf, sondern durch einen blassen, weißlichen Überzug an den Stückchen, der die Nibs ziemlich blass aussehen lässt. Dabei handelt es sich um so sogenanntes Fettreif. Er entsteht durch Bewegung von fetthaltigen Inhaltsstoffen an die Oberfläche der Bohne, welche dort rekristallisieren. Qualität und Geschmack sind davon angeblich nicht betroffen, im Geschmackstest überzeugten diese Nibs unsere Tester dennoch nicht. Sie schmecken sowohl bitter als auch fad. Das kann auch der solide Preis von 2,40 € pro 100 g nicht mehr rausreißen.

Active-Foods

5. Biotiva – Kakao Nibs

Optisch erinnern die kleinen Stückchen von Biotiva an jene von KoRo: klein mit einem schönen erdigen Braunton. Und auch beim Probieren konnte der angenehme Kakaogeschmack die meisten Tester überzeugen. Eine bittere Note blieb diesmal aus. Der Preis von 3,30 € pro 100 g liegt zwar im oberen Bereich der Preisspanne, wird aber durch die leckere Geschmacksnote wieder wettgemacht. 

Biotiva

6. Tilia – Bio Kakao Nibs Roh

Hier haben wir ein ähnliches Phänomen wie bei Active Foods. Äußerlich lässt sich bei den etwas größeren Stückchen von Tilia ein heller, weißlicher Überzug erkennen. Auch hier handelt es sich wahrscheinlich um Fettreif, der angeblich keinen Einfluss auf das Geschmackserlebnis haben soll. Aber auch hier fällt da Produkt geschmacklich negativ auf. Durch die sehr saure und bittere Note lässt sich keine Schokoladen- bzw. Kakaonote erschmecken. Für manche Tester schmeckt dieses Produkt sogar leicht ranzig. Der Preis liegt bei 2,98 € pro 100 g und liegt damit im preislichen Mittelfeld.

Tilia

7. Bio Nutra – Kakao-Nibs Bio

Bei den Kakaonibs von Bio Nutra handelt es sich um das dritte Produkt, das von Fettreif betroffen ist und geschmacklich auf der Strecke bleibt. Die Nibs sind sehr sauer, mit schwacher Schokoladennote. Möglicherweise hat der weiße Überzug doch Einfluss auf den Geschmack. Somit können wir einen Kauf von Kakaonibs mit jenem Überzug vorerst nicht empfehlen. Da bringt auch der gute Preis von 2,39 € pro 100 g nichts mehr.

BioNutra

8. My Fruits – Bio Kakao Nibs

Die Kakaonibs von My Fruits gehören zu der etwas größeren Sorte und haben gleichzeitig einen schönen erdigen Braunton. Optisch machen sie einen sehr positiven Eindruck. Aber auch geschmacklich konnten sie überzeugen. Bei diesen Kakaonibs hat es wirklich den Anschein als würde man in eine sehr dunkle Schokolade beißen. Sie sind weder sauer noch unangenehm bitter. Ein Produkt, das sowohl äußerlich wie auch innerlich überzeugte. Wer ein echter Zartbitter-Fan ist, sollte es hier auch nichts ausmachen etwas tiefer in den Geldbeutel greifen zu müssen, denn der Preis liegt bei 3,22 € pro 100 g, was es zum zweitteuersten Produkt in dieser Testreihe macht.

Myfruits

Die meisten unserer Tester konnten sich anfangs nicht vorstellen bei Kakaonibs offensichtliche Unterschiede herausschmecken zu können. Doch hier wurden wir eines Besseren belehrt. Einige Produkte fielen durch ihre herzhafte Kakao-Note positiv auf, andere durch ihren faden und bitteren Geschmack eher negativ. Eine interessante Beobachtung war der Zusammenhang zwischen dem weißen Fettreif und der Geschmacksqualität, der Dir in Zukunft Deine und auch unsere Kaufentscheidung erleichtern sollte – vorausgesetzt man kann die Nibs durch die Packung erkennen. Die Kakaonibs von My Fruits sind zwar etwas teurer, konnten geschmacklich aber jeden überzeugen. Wem allerdings nicht nur der Geschmack, sondern auch der Preis wichtig ist, empfehlen wir die Kakaonibs von KoRo.

Tags: korotestet
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