KoRo Test

KoRo testet: Kokosmus

Ob beim Kochen, Backen oder als Brotaufstrich - Kein anderes Produkt der Kokospalme ist so vielseitig einsetzbar wie das Kokosmus! In unserem Vergleichstest erfährst Du alles, was du über das Naturprodukt aus Kokosnussfruchtfleisch wissen musst.
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Herkunft und Anbau

Kokosmus besteht, wer hätt’s gedacht, aus Kokosnüssen. Der Ursprung dieser Steinfrucht wird in den indonesischen Sundainseln vermutet. Heutzutage findet man Kokosnüsse aber überall in Südamerika, Südostasien und Südamerika. Genauer gesagt, kommen die für das Kokosmus verwendeten Kokosnüsse hauptsächlich aus Sri Lanka und von den Philippinen. Das liegt daran, dass die Kokospalmen hauptsächlich am Meer wachsen und so häufig Kokosnüsse ins Wasser fallen. Diese treiben kilometerweit übers Wasser und keimen aus, sobald sie an Land stranden. An diesen Stellen wachsen dann neue Kokospalmen.

Die ausgewachsenen Kokospalmen können bis zu 30 m hoch werden. Es gibt viele verschiedene Techniken, um an die Kokosnüsse zu gelangen. Von kletternden Erntehelfern, über lange Stäbe mit Macheten, bis hin zu einer bestimmten dressierten Affenart; es wird vieles unternommen, um die Früchte aus schwindelnder Höhe zu ernten.

Dabei kann man sogar schon vor der Ernte erkennen, wie lange die Kokosnüsse an der Palme hängt. Die junge Kokosnuss, die ca. 6 Monate lang reifen, bevor sie geerntet werden, hat eine grüne Lederschale. Sie hat eine sehr dünne und weiche Schicht des weißen Kokosfleischs und besteht hauptsächlich aus Kokoswasser.

Die braunen, ausgereiften Kokosnüsse werden dahingegen erst nach 12 Monaten geerntet. Aus ihrer 1 – 2 cm dicken, harten Fleischschicht, auch Kopra genannt, werden Produkte wie Kokosöl, Kokosraspeln oder Kokoschips hergestellt.

Bei den hier erhältlichen Kokosnüssen handelt es sich übrigens nur um die Steinkerne der Kokosnuss. Um die Früchte leichter transportieren zu können, wird nämlich die Lederschale und eine weitere Lage aus Pflanzenfasern bereits in den Erzeugerländern entfernt. Den Reifegrad kann man dann durch Schütteln erkennen. Je stärker das Kokoswasser im Inneren gluckert, desto frischer ist die Kokosnuss. 

Möchtest Du noch mehr über den Weg einer verarbeiteten Kokosnuss erfahren, gibt es hier einen interessanten Blogartikel dazu.

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Herstellung

Kokosmus ist praktisch gemahlenes Kokosfleisch. Hierfür eignen sich vor allem junge Kokosnüsse, da sich ihr Fruchtfleisch durch eine weiche gelartige Konsistenz auszeichnet und einfach aus der Frucht geschält werden kann. Bei der Musherstellung wird das ca. 0,1 bis 0,5 mm dicke Fruchtfleisch aus den frischen Kokosnüssen geschält, zerkleinert und schonend getrocknet. Anschließend wird es so lang fein gemahlen bis eine gleichmäßige Konsistenz erreicht ist. Dabei werden für 1 kg Mus ca. 9 junge Kokosnüsse benötigt.

Da das Fruchtfleisch rohköstlich, also ohne Erhitzen, verarbeitet wird, bleiben nicht nur der unverfälschte Geschmack, sondern auch fast alle Nährstoffe des Kokosfleischs erhalten. Das ausgewogene Verhältnis an Ballaststoffen, Proteinen und Mineralstoffen hätte sogar Robinson Crusoe mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. 

Ein weiterer Pluspunkt: Im Vergleich zu Produkten aus gereiftem Kokosfleisch ist das Kokosmus aus jungem Furchtfleisch fett- und kalorienärmer und hat einen deutlich geringeren Anteil an gesättigten Fettsäuren erhält. Also ran an die Löffel!

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Verwendung

Kokosmus kannst Du sowohl kalt, als auch warm verwenden. Nur das Anbraten solltest Du lieber dem Kokosöl überlassen, da es im Vergleich zum Kokosmus hitzebeständiger ist.

Erwärmt man das Kokosmus im Wasserbad auf etwa 24 Grad Celsius und rührt es entsprechend um, hat es eine samte, musige Konsistenz. Dabei verliert es auch bei häufigem Erwärmen nicht seine Qualität. Dank seiner ergiebigen Konsistenz kann man das Kokosmus perfekt zum Süßen von Speisen verwenden. Probiere es doch mal als Zutat in Smoothies, als Milchreis, für veganes Eis oder als Süßungsmittel beim Backen und Kochen. Oder tausche die Kokosmilch bei deinem nächsten Curry durch Kokosmus aus. Denn du brauchst im Verhältnis viel weniger Mus um den gleichen Kokosnussgeschmack und die gleiche cremige Konsistenz zu erhalten.

Lagert man das Kokosmus bei Raumtemperatur kann sich eine Schicht von Kokosfett oberhalb des Muses absetzen. In diesem Zustand kann man das Mus gut als Brotaufstricht oder als vegane Butteralternative verwenden, da es eine härtere Konsistenz hat. Da Kokosmus ist recht lagerstabil ist, ist auch nach dem Öffnen mehrere Monate haltbar.

Wie Du siehst sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt! Und damit Du für Dein Vorhaben das passende Kokosmus findest, gibt‘s hier den Vergleich:

1. Rapunzel

Die Kokosnüsse, die zur Herstellung von Rapunzel’s Kokosmus verwendet werden, kommen aus kontrolliert biologischem Anbau in Sri Lanka. Bei Raumtemperatur hat sich das Kokosfett leicht abgelagert und das Mus war sehr hart mit einer klumpigen Konsistenz. Nachdem das Mus auf 25 Grad erhitzt wurde, war es dickflüssiger und körniger als die anderen Vergleichsprodukte. Das Mundgefühl gefiel den Testern weniger, da das Kokosmus klebrig und pelzig war und somit ein trockenes Gefühl hinterließ. Der Geschmack wurde als mild süßlich und der Nachgeschmack als salzig beschrieben. In der 250 g Verpackung kostet das Mus 3,75 € pro 100 g.

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2. KoRo

Das Kokosmus von KoRo wird in den Philippinen hergestellt. Auch hier kommen die verwendeten Kokosnüsse aus kontrolliert biologischem Anbau. Das Kokosfett hat sich bei Raumtemperatur kaum abgesetzt und das Mus hatte eine homogene Konsistenz und war streichzart. Erwärmt hatte es eine sämige, cremige Konsistenz. Die Tester bemängelten jedoch ebenfalls das klebrig mehlige Gefühl im Mund. Außerdem empfanden einige Tester den starken Kokosgeschmack als unnatürlich oder künstlich, wobei das Mus keine weiteren Zusätze erhält. Mit 1,33 € pro 100 g ist das Mus von KoRo das günstigste Angebot.

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3. Dr. Goerg

Dieses biozertifizierte Kokosmus von Dr. Goerg wird ebenfalls in den Philippinen produziert. Das Kokosfett hat sich bei Raumtemperatur erkennbar abgesetzt und das Mus hatte eine grobe Konsistenz. Im Gegensatz dazu, ist das Kokosmus erwärmt sehr fein und cremig; im Vergleich zu den anderen Produkten sogar eher dünnflüssig. Dies kam beim Probieren gut an. Das sämige Mus hinterließ im Vergleich zu seinen Konkurrenten kein Trockenheitsgefühl im Mund und war lediglich im Abgang leicht mehlig. Auch der Geschmack konnte bei unseren Testern punkten: Das Mus war angenehm süß und im Abgang leicht säuerlich. Um es in den Worten von Kosta (CEO) auszudrücken: „Hat was!“. Mit einem Preis von 4,67 € pro 100 g handelt es sich bei dem Kokosmus von Dr. Goerg aber auch mit Abstand um das teuerste Produkt.

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4. Alnatura

Auch das Kokosmus von Alnatura stammt aus biologischer Landwirtschaft in den Philippinen. Im Vorratsschrank gelagert, bildet sich zwar eine leichte Fettschicht, aber darunter ist das Mus eine feine homogene Masse, die sehr streichzart ist und sich perfekt als Brotaufstrich eignet. Auch nach dem Erwärmen hatte das Mus eine sehr feine und cremige Konsistenz. Beim Probieren wurde vor allem der Kokosgeschmack als angenehm süß wahrgenommen. Allerdings fielen auch bei diesem Mus das trockene mehlige Mundgefühl und der bittere Nachgeschmack negativ auf. 100 g des Kokosmuses von Alnatura kosten 1,55 €.

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5. Govinda

Das Kokosfleisch, welches für das Kokosmus von Govinda verarbeitet wird, kommt aus Sri Lanka. Bei Zimmertemperatur setzt sich das Kokosfett zwar erkennbar ab, aber das Mus bleibt dennoch vergleichsweise weich und streichzart. Erwärmt man das Mus hat es eine cremige, dünnflüssige Konsistenz. Die Tester beschrieben das Mundgefühl als sehr trocken und pelzig. Auch der leichte Kokosgeschmack konnte die Tester nicht überzeugen und wurde als fad beschrieben. Der Preis für 100 g liegt bei 2,99 €.

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Fazit

Beim Probieren haben wir festgestellt, dass man bei den Vergleichsprodukten zwischen der Konsistenz des erkalteten und erwärmten Muses differenzieren muss. Im kalten Zustand empfehlen wir vor allem das Kokosmus von Alnatura, da es sich wegen seiner cremigen streichzarten Konsistenz sehr gut als Brotaufstrich eignet. Ab einer Temperatur von über 25 Grad war das Produkt von Dr. Goerg der Testsieger. Sowohl geschmacklich als auch von der Konsistenz hat das Mus die Tester überzeugt.

Der Preissieger ist in diesem Vergleich das Kokosmus von KoRo. Es hat zwar sowohl als im festen auch im  flüssigen Zustand von seiner Konsistenz überzeugt, aber war den Testern geschmacklich zu süß. Solltest Du aber ein absoluter Kokos-Fan und den süßen Geschmack der Palmenfrucht lieben ist das KoRo Mus perfekt für Dich!

Tags: Korotestet
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