KoRo Test

KoRo testet: Kokosblütenzucker

„Zucker macht dick!“, „Zucker ist ungesund!“ – Solche Aussagen kennen wir bereits seit dem Kindesalter. Potenziell gesündere Alternativen gibt es, laut Werbeversprechen, viele. Der momentane Superstar unter den alternativen Süßungsmitteln ist Kokosblütenzucker, den wir Dir heute genauer vorstellen möchten.
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Herkunft

Die Herstellung von Kokosblütenzucker beginnt mit dem Anbau und der Pflege von Kokospalmen, wie der Name wohl bereits verrät. Dabei gelten die Nipapalme, die Zuckerpalme und die Palmyrapalme als besonders ertragreich und werden daher bevorzugt für die Zuckergewinnung eingesetzt. Für ihre Kultivierung wird tropisches und feuchtwarmes Klima benötigt, wie es in den traditionellen Herkunftsländern Indien, Pakistan, Sri Lanka und Südostasien ganzjährig zu finden ist. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage wird bei der Produktion nicht mehr ausschließlich auf wild wachsende Palmen zurückgegriffen. Dennoch gehört Kokosblütenzucker zu den nachhaltigeren Süßungsmitteln. Im Vergleich zu einfachen Rohrzucker werden 50 – 70 % mehr Zucker pro Hektar gewonnen. Ebenso kann eine Palme etwa 20 Jahre lang Nektar geben, weshalb es für die Kultivierung vergleichsweise weniger Ressourcen als bei einfachen Zuckerrohr bedarf.

Gewinnung

Anders als andere Kokosprodukte wird Kokosblütenzucker nicht aus der Kokosnuss selbst, sondern aus dem Blütenstand der Kokosnusspalme gewonnen. Die Produktion des Zuckers ist ein langwieriger und arbeitsintensiver Prozess, der von den Arbeitern ausschließlich händisch ausgeführt werden kann. Dabei wird der noch am Baum hängende Blütenstand angeritzt, sodass Nektar heraustropfen kann. Der Schnitt erfolgt hauchdünn, um die Pflanze nicht zu beschädigen und damit das Fortbestehen dieser zu gefährden. Etwa 4 Liter des süßen, leicht zähflüssigen Safts lassen sichpro Tag und Palme in einem Gefäß auffangen. Damit die Gärung des Kokosblütensafts und somit ein Qualitätsverlust verhindert werden kann, ist Schnelligkeit gefragt. Die trotz großer Nachfrage weiterhin auf traditionelle Art ausgeführte Weiterverarbeitung muss daher möglichst zeitnah erfolgen. Der Saft wird in einem Kessel über einer offenen Feuerstelle bei gleichbleibender Hitze und unter ständigem Rühren eingekocht. Nach und nach verliert das Gebräu somit an Flüssigkeit und eine zähflüssige Masse entsteht. Bei Bildung von Zuckerkristallen wird der Kessel vom Feuer genommen. Ist der Zucker abgekühlt wird dieser noch einmal gesiebt, bevor er schlussendlich in den Handel gelangt.

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 Zuckeralternative?

Ist der Superstar unter den alternativen Süßungsmitteln tatsächlich so gut, wie immer behauptet wird? - Jein! Positiv anzumerken ist der niedrige glykämische Index, den Kokosblütenzucker im Vergleich zu herkömmlichem weißen Zucker aufzuweisen hat. Besonders Diabetiker profitieren davon, dass der Blutzucker nach Konsum des Süßungsmittels langsamer ansteigt und wieder fällt. Auch für ernährungsbewusste Menschen könnte dies von Interesse sein, da so Heißhungerattacken vorgebeugt werden können. In Sachen Kalorien und Kohlenhydrate hingegen kann kaum ein Unterschied zu herkömmlichen Zucker festgestellt werden. Allgemein sollte auch Kokosblütenzucker nur in Maßen genossen werden, denn schlussendlich gilt: Zucker bleibt Zucker!

Verwendung

Kokosblütenzucker eignet sich perfekt zum Süßen von Deinem Tee, Kaffee, Dessert, Gebäck oder auch Müsli. Da er in etwa die gleiche Süßkraft wie herkömmlicher Haushaltszucker besitzt, kann dieser 1:1 durch das Alternativprodukt ersetzt werden. Der malzig-karamellige Geschmack von Kokosblütenzucker ist unverwechselbar und ergänzt süße Gerichte perfekt. Wie wäre es beispielsweise mit Kokosblütenzucker in Deinem nächsten Oatmeal, als Zuckerersatz im Brownie oder als Topping für Deinen Matcha-Latte ?

1. KoRo

Der in Sri Lanka angebaute Kokosblütenzucker von KoRo überzeugt unsere Tester durch sein intensives, karamelliges Aroma. Trotz seiner grobkörnigen Struktur im Vergleich zu anderen Testprodukten, zergeht er schnell auf der Zunge und hinterlässt ein weniger „staubiges“ Mundgefühl. Außerdem hat die Zuckeralternative von KoRo die charakteristische goldbraune Färbung. Für nur 1 € pro 100 g kann der Kokosblütenzucker erworben werden und gehört somit zu den günstigen Produkten unseres Vergleichs.

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2. Azafran

Der Kokosblütenzucker von Azafran besitzt einen malzigen, leicht bitteren Geschmack, den einige Tester auch als honigartig beschrieben haben. Im Aussehen und auch in ihrer Körnigkeit ähnelt die Zuckeralternative stark dem Produkt von KoRo. Der Kokosblütenzucker von Azafran wird in Indien und Indonesien angebaut und liegt mit einem Preis von 1,29 € pro 100 g im mittleren Preissegment.

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3. Wohltuer

Beim Süßungsmittel von Wohltuer lassen sich geschmackliche Unterschiede feststellen. Der auf Java gewonnene Kokosblütenzucker schmeckt sehr süß und weist eine weniger umfangreiche karamellige Note im Vergleich zum Produkt von KoRo auf. Einige Tester empfanden den Eigengeschmack des Zuckers als zu lasch, während andere das weniger intensive Aroma bevorzugten. Ebenso fällt er durch seine hellere Färbung und feinkörnige Konsistenz auf. Das Alternativprodukt kann mit 0,85 € pro 100 g preislich überzeugen.

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4. dmBio

Auch das Produkt von dmBio besitzt ein malzig-karamelliges Aroma. Ähnlich wie bei Wohltuer ist der Kokosblütenzucker insgesamt sehr süß und dezent im Geschmack. Die Konsistenz wurde als sandig empfunden, da sich die Zuckerkristalle nicht so schnell im Mund auflösen. Hergestellt in Sri Lanka und den Philippinen ist das Produkt von dmBio mit 1,98 € pro 100 g das teuerste unseres Vergleichs.

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5. Alnatura

Geschmacklich empfanden die Tester den Kokosblütenzucker von Alnatura als karamellig, begleitet von einer leicht bitteren Note. Das aus Indonesien stammende Süßungsmittel ist grobkörnig, ähnlich wie die Produkte von KoRo und Azafran. Insgesamt ist das Aroma aber wie beim Zucker von Wohltuer nur sehr dezent. Mit 1,40 € pro 100 g liegt das Produkt preislich in der Mitte.

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Als Sieger unseres Vergleichs geht das Produkt von KoRo hervor. Die Tester lobten den intensiv karamelligen Geschmack und die leicht auf der Zunge zergehenden Zuckerkristalle. Aber fairer Weise sollte an dieser Stelle betont werden, dass auch die anderen Vergleichsprodukte gute Alternativen zum herkömmlichen weißen Zucker darstellen. Wer also auf der Suche nach ein bisschen Abwechslung ist, der kann beim nächsten Mal auf Kokosblütenzucker zurückgreifen.

Tags: korotestet
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