Wissenswertes über Blütenpollen

Blütenpollen kann man essen? Ja! Hier findest Du mehr Infos über Gewinnung, Inhaltsstoffe und Verwendung des gelb-goldenen Superfoods.

Tatsächlich bezeichnet man als Blütenpollen (auch Blütenstaub) die winzigen männlichen Samenzellen einer Blüte. Ein Pollen alleine ist so klein, dass Du ihn mit dem bloßen Auge nicht erkennen kannst. Nur unter einem Mikroskop würdest Du ihn sehen. Wie aus den vielen einzelnen Mini-Pollen die gelben runden Kügelchen werden, die es im Handel zu Kaufen gibt, erfährst Du in den folgenden Zeilen.

Die Bienen leisten die Arbeit

Es geht zu Beginn ein wenig um Blümchen und Bienchen. Wie wir alle wissen ist die Biene, neben Wind und anderen Insekten, die Hauptverantwortliche bei der Übertragung der Pollen von Blüte zu Blüte. So werden die Blüten der Pflanzen befruchtet. Während die Biene den Nektar einer Blüte sammelt, bleiben dabei eine Menge kleiner Blütenpollen in ihren Beinhaaren hängen. Mit den Hinterbeinen schiebt sie die dort angesammelten Pollen unter Zugabe von Nektar und Enzymen zu den sogenannten Pollenhöschen zusammen und packt sie in ihre Pollenkörbchen. Danach fliegt sie weiter zur nächsten Blüte, bis sie genug gesammelt hat und nicht mehr transportieren kann. Ein Höschen ist in der Regel sechs bis zehn Milligramm schwer. Sind die Pollenkörbchen voll, geht es zurück in den Bienenstock. Dort nehmen ihr die Arbeiterbienen die Sammlung ab um die Pollenhöschen weiterzuverarbeiten. Denn die entstandenen gelben Pollen-Kügelchen dienen als Nahrungsmittel. Während Honig hauptsächlich als Energielieferant dient, bilden die Pollenhöschen die Grundlage für die Brutnahrung. Vielleicht hast Du selbst schon einmal im Frühling die Beobachtung gemacht und Bienen mit den runden gelben Kügelchen an den Beinen gesehen?

So kommt der Imker an die Pollenhöschen

Mit Hilfe von einem engmaschigen Netz können die Blütenpollen gesammelt werden. Die sogenannte Pollenfalle wird vom Imker am Eingang des Bienenstocks befestigt. Das Gitternetz ist so konstruiert, dass die Bienen sich beim Hindurchkommen anstrengen müssen. Dabei fallen die Blütenpollen ab und werden in einem darunter angebrachten Behälter aufgefangen. Ziemlich zeitnah müssen die Pollen gereinigt und getrocknet werden, um eine gute Qualität zu gewährleisten. So entsteht ein relativ festes, goldgelbes und essbares Granulat, welches Du im Handel als Blütenpollen kaufen kannst.

Inhaltsstoffe von Blütenpollen

Blütenpollen gelten als Nahrungsergänzungsmittel und sind reich mit wichtigen Nährstoffen. Je nach Saison, Lage und Herkunft kann die Aufteilung der Inhaltsstoffe von Blütenpollen stark variieren. Dementsprechend können diese nur durchschnittlich betrachtet werden:
Ungefähr zwei bis drei Prozent sind Fettsäuren, drei bis fünf Prozent sind Vitamine und Mineralstoffe, dreißig bis vierzig Prozent sind pflanzliches Eiweiß und fünfzig bis sechzig Prozent sind Kohlenhydrate. Es gibt nur wenige Lebensmittel mit allen wichtigen Nährstoffen in dieser Konzentration. Fast alle Arten an Blütenpollen bieten eine gute Mischung aus freien Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen.

Warum gelten Blütenpollen als Superfood?

Viele Sportler setzen auf die positive Wirkung der süßlich schmeckenden Blütenpollen und vor allem in der Apitherapie werden sie als alternatives Heilmittel eingesetzt. Doch es handelt sich dabei nicht um ein Medikament, sondern lediglich um ein Nahrungsergänzungsmittel. Zur Wirksamkeit von Blütenpollen gibt es keine relevanten Ergebnisse oder Gesundheitsversprechen. Blütenpollen können jedoch eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung unterstützen, denn sie liefern zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und vor allem Proteine. Sie können sogar als Proteinquelle gesehen werden, da sie zwischen 18 bis 20 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm Gesamtmasse enthalten. Ferner konnten Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren nachgewiesen werden und sie enthalten die ganze Bandbreite des Vitamin-B-Komplexes.

Empfohlene Verzehrmenge

Der Proteinbedarf von uns Menschen ist sehr individuell (Erfahre hier mehr über Proteine!). Du solltest Deinen Eiweißbedarf allerdings nicht nur über Blütenpollen decken. Sie stellen lediglich eine gute Zusatzversorgung dar. Zu Beginn solltest Du mit wenigen Körnchen (zwei bis drei) beginnen, um festzustellen ob Du sie verträgst. Wenn ja, kannst Du die Menge jeden Tag etwas steigern, auf ein bis zwei Teelöffel.

Verwendung von Blütenpollen

Die gelben Blütenpollen lassen sich einfach in die tägliche Nahrung integrieren. Viele schwören auf den puren Verzehr oder das Auflösen in Getränken wie Tee oder Saft. Sie schmecken super mit Milchprodukten, wie Quark, Joghurt oder Buttermilch. Daneben machen sie sich gut in fruchtigen Speisen, wie Obstsalat, Smoothies oder Fruchtmus. Beliebt sind sie auch in Frühstück-Müslis oder auf einer Scheibe Brot. Du kannst als Brotaufstrich z. B. Honig, Nussmus, Marmelade oder Frischkäse verwenden - Blütenpollen darauf streuen - fertig!

Allergiker aufgepasst!

Bei Allergien auf Pollen, Bienenprodukte und -stiche sollte eher auf die Blütenpollen verzichtet werden, da die Gefahr einer Überreaktion des Immunsystems zu groß ist. Ausnahmen gibt es, wenn der behandelnde Arzt gezielt den Einsatz von Pollen als Desensibilisierung verwendet. Das erfolgt allerdings lediglich unter ärztlicher Beobachtung und sollte unter keinen Umständen selbst ausprobiert werden!

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