Sprossen selbst ziehen

Sprossen selbst zu ziehen bedeutet: Du hast auch im Winter immer frisches Grün in der Küche. In diesem Artikel erfährst Du wie es geht.

Sprossen stecken voller Vitamine, Ballaststoffe sowie Mineralien. Und: Es ist garnicht kompliziert sie sich selbst in der eigenen Küche zu ziehen. Wir stellen Dir hier nach einer kleinen Einführung drei leichte Möglichkeiten vor.

Diese Sprossen kannst Du ziehen

Jedes Samenkorn kann mit genügend Wasser aufquellen und zum Leben erwachen. Doch am besten verwendest Du nur Samen die extra für die Sprossenzucht gedacht und qualitativ hochwertig sind.
Es gibt eine ganze Menge Sorten die sich zur Zucht von Keimsprossen eignen. Dazu gehören zum Beispiel neben vielen weiteren: Afalfa, Bockshornklee, Brokkoli, Buchweizen, Gerste, Hafer, Karotte, Kresse, Lein, Mungbohnen, Rettich, Roggen, Senf, Sesam, Sojabohnen, Sonnenblumenkerne und Weizen. Je nach Sorte können die Sprossen sehr unterschiedlich schmecken, von herb, leicht bitter, über mild bis leicht süßlich.

Bei der Menge gilt: Weniger ist mehr

Sprossensamen gelten als sehr ergiebig. Bereits ein bis zwei Esslöffel an Samen können eine ganze Schale an Keimlingen ergeben. Außerdem lassen sie sich im gekeimten Zustand nicht lange lagern. Am besten erntest Du sie erst kurz vor dem Verzehr. Solltest Du sie doch mal aufbewahren wollen, dann empfehlen wir Dir sie in eine Schale zu legen, mit einem feuchten Tuch abzudecken und sie in den Kühlschrank zu stellen. Allerdings reicht eine gewöhnliche Kühlschrankeinstellung von 8 °C nicht um die Vermehrung von Bakterien zu stoppen. Ein Herunterkühlen auf 3 bis 5 °C wird empfohlen. So halten sie sich noch ein paar Tage.
Sobald die Keimlinge schleimig werden, braune Verfärbungen bekommen oder beginnen faulig zu riechen solltest Du sie entsorgen.

So klappt es mit einem Sprossenglas

Für Deine Sprossenzucht gibt es extra sogenannte Keim- bzw. Sprossengläser zu kaufen. Allerdings ist es nicht unbedingt nötig extra eines zu besorgen – Du kannst es Dir auch selbst basteln. Wie erfährst Du im nächsten Absatz. Hast Du schon ein Keimglas zu Hause stehen, dann ignoriere den nächsten Absatz und springe gleich zum darauffolgenden Teil.

Sprossenglas – DIY

Dafür einfach ein großes Glas mit Schraubverschluss gründlich reinigen und den dazugehörigen Deckel mit einem Handbohrer perforieren. Die Größe der einzelnen Löcher sollte mindestens 2 mm groß sein. 
Optional kannst Du aus einem wasserfesten sowie löchrigen Material (z. B. ein paar Lagen Kunststoff-Tüll, eine Lochfolie aus Plastik oder ähnliches) und einem Gummiband Dein Sprossenglas herstellen. Dazu schneidest Du aus dem löchrigem Material Deiner Wahl einen großen runden Kreis – dieser soll um einiges größer sein, als die Glasöffnung. Lege Deinen ausgeschnittenen Kreis nun oben auf das geöffnete Glas und befestige ihn mit Hilfe eines Gummibands. Die Glasöffnung sollte nun vollständig mit dem löchrigen Material bedeckt sein – fertig.Sprossenglas_TextbildcM5rP9yDmIZy0

Sprossen ziehen im Sprossenglas

Dein Sprossenglas ist bereit, dann geht es los! Gib ein bis zwei EL Samen in ein Sieb und wasche sie mit Wasser ab. Nun füllst Du sie in das Keimglas und bedeckst sie ca. mit der doppelten Menge an ca. 20 °C warmen Wasser. Lass die Samen nun für die nächsten 8 bis 10 Stunden einweichen bis sie gequollen sind. Die empfohlene Einweichzeit ist abhängig von der Sprossensorte und steht normalerweise auf der Verpackung. 
Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit kannst Du die Flüssigkeit abgießen. Leere Samenschalen oder nicht gequollene Samen kannst Du herausfischen und entsorgen. Schraube nun den Siebdeckel auf das Glas (oder befestige den löchrigen Kreis mit dem Gummizug) und lege es schräg auf einen Tellerrand, sodass noch überflüssiges Wasser durch den löchrigen Deckel abfließen kann. Besitzt Du einen Ständer für Dein Sprossenglas, kannst Du es dort mit der Öffnung nach unten hineinstellen.
Damit die Sprossen wachsen spülst Du das Glas mit den Keimlingen zweimal täglich mit frischem Wasser aus und stellst es zum Abtropfen wieder zurück in die schräge Lage. (Einfach kurz Wasser einfüllen, mehrmals schwenken und durch den löchrigen Verschluss ausgießen.) Je nach Sorte kannst Du nach schon wenigen Tagen frische Keimlinge ernten.

Sprossen ziehen auf dem Küchenpapier

Vielleicht hast Du diese Variante der Sprossenzucht als Kind mit Kresse getestet?
Du brauchst dafür ein flaches Behältnis (z. B. eine Auflaufform oder einen Teller), den Du dick mit feuchtem Küchenpapier oder Watte bedeckst. Nach dem Einweichen der Samen in lauwarmen Wasser lässt Du sie über ein Sieb abtropfen und verteilst sie gleichmäßig auf dem vorbereiteten Untergrund. Die Samen müssen permanent feucht gehalten werden, dürfen aber nicht schwimmen. Am besten beträufelst Du sie zweimal täglich von oben und gießt regelmäßig etwas Wasser auf den Teller.  Schon nach wenigen Tagen sind junge Sprossen herangewachsen und können mit der Schere oder dem Messer abgeschnitten und verzehrt werden. Für diese Variante eignen sich vor allem Samen die eine Schleimschicht bilden, z. B.: Kresse, Leinsamen, Senfkörner oder Weizengras.Kresse_Textbild

So einfach geht es mit dem KoRo Bio Sprossenbeutel

Hast Du unseren Sprossenbeutel bestellt, dann musst Du Dir keine großen Gedanken machen über die Menge und benötigst kein Sprossenglas oder ähnliches.
In unserer Sprossenpackung findest Du sechs Beutel mit unterschiedlichem Inhalt: zweimal ein Sprossen-Mix, zweimal Mungbohnen, zweimal Alfalfa-, einmal Radieschen- und einmal Bockshornkleesamen.
Für die Sprossenzucht benötigst Du dann lediglich einen der Sprossenbeutel sowie eine Schale voll mit etwa 20 °C warmen Wasser.
Weiche den Beutel mit den Saaten über Nacht (8 bis 10 Stunden) in der Schale voll Wasser ein und leere anschließend das Wasser aus. Lege den Sprossenbeutel nun für 2 bis 3 Tage in ein leeres Gefäß und spüle ihn ein bis zweimal täglich mit klarem Wasser aus. Nach ein paar Tagen sind Deine selbstgezogenen Sprossen fertig zum direkt Genießen oder Weiterverarbeiten.

Schimmel und Co keine Chance geben

Keimende Pflanzen sind ein guter Nährboden für Bakterien als auch Schimmel. Diese Tipps helfen Dir diese zu vermeiden sowie Verunreinigungen zu beseitigen oder zu verhindern:

  • Eigene Hände vorher gründlich waschen.
  • Arbeitest Du mit dem Sprossenglas, dann reinige es vor jedem Zuchtvorgang gründlich.
  • Pro Sprossenzucht im Glas reichen 1 bis 2 EL Samen vollkommen aus - weniger ist mehr!
  • Wähle qualitativ hochwertige Sprossen aus, die speziell für das Sprossenziehen gedacht sind.
  • Mehrmals täglich solltest Du die Sprossen mit sauberen Wasser durchspülen. (z. B. morgens und abends)
  • Während Deine Sprossen sprießen ist die Temperatur im Raum von 18 °C nicht zu unter- und 22 °C nicht zu überschreiten.
  • Kurz vor dem Verzehr solltest Du die Sprossen in einem Sieb unter kaltem frischen Wasser waschen.
  • Um Schimmel zu erkennen kannst Du an den Sprossen schnuppern. Riechen sie modrig, dann solltest Du sie lieber nicht verwenden sondern Dein Projekt nochmal von vorne starten.
  • Bei manchen Wurzeln (z. B. bei Rettich oder Kresse) kann sich ein weißer Flaum bilden. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Schimmel und Du kannst Die Sprossen ohne Bedenken genießen.

Zubereitung von Sprossen

Sprossen können warm, als auch kalt zubereitet werden. Besonders bissfeste Sorten eigenen sich für warme Gerichte. Dazu zählen vor allem Sprossen aus Hülsenfrüchten wie Mungbohnen, Adukibohnen, Linsen oder Kichererbsen. Diese können zum Beispiel angebraten oder gekocht werden. Sie machen sich beispielsweise gut in Gemüsepfannen, Suppen oder herzhaften Bowls.
Alfalfasprossen eigenen sich vor allem in kalten Gerichten, neben Radischen, Kresse oder Senfkörnern. Bissfest aber kalt schmecken auch Linsen- oder Sonnenblumensprossen. Salat_Textbild
Hier ein paar Ideen für die Küche – Sprossen...

  • können in jeden beliebigen Salat gemischt werden.
  • finden Platz im grünen Smoothie – einfach untermixen.
  • können als Gemüsebeilage leicht angedünstet werden.
  • sind lecker auf einem belegten Brot.
  • sehen toll aus und verzieren Gerichte.
  • machen sich gut in einer Sprossensuppe.
  • schmecken auch pur super lecker oder einfach gemischt mit Nüssen, Kräutern und Olivenöl.
Tags: DIY

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