Zuckeralkohole im Überblick

Maltit, Xylit und Co! Wir nehmen die in der EU zugelassenen Zuckeralkohole unter die Lupe.

Xylit, Erythrit, Sorbit und Co freuen sich wachsender Beliebtheit. Auch bei uns findest Du einige Produkte die mit Zuckeralkoholen gesüßt wurden wie z. B. diese beiden: Schokodrops mit Xylit oder Weiße Schokolade Blätter mit Maltit.
Inzwischen kannst Du die meisten Zuckeralkohole wie normalen Haushaltszucker in Kristallform im Supermarkt finden. In den folgenden Zeilen erfährst Du mehr über sie.

Zuckeralkohole – was hat es damit auf sich?

Die meisten Zuckeralkohole werden aus natürlichen Stoffen gewonnen und chemisch verändert. So wird beispielsweise aus Holzzucker Xylit und aus dem Alkohol des Traubenzuckers Sorbit. Sie werden auch als Polypole bezeichnet und fallen nach dem aktuellen Zusatzstoffrecht direkt unter die Kategorie der Süßungsmittel. Früher galten sie noch als eigene Gruppe und wurden Zuckeraustauschstoffe genannt. Dementsprechend wirst Du im Internet noch einige Artikel mit dieser Bezeichnung finden.

Weniger Kalorien als Haushaltszucker

Zuckeralkohole sind im Gegensatz zu Süßstoffen nicht kalorienfrei. Ihr Brennwert liegt bei ca. 2,4 Kilokalorien je Gramm. Dieser ist somit deutlich niedriger als der von Haushaltszucker mit ungefähr 4 Kilokalorien pro Gramm. Eine Ausnahme bildet das quasi kalorienfreie Erythrit.

Süßkraft zum Teil ähnlich wie Haushaltszucker

Während z. B. Süßstoffe eine deutlich höhere Süßkraft besitzen als herkömmlicher Zucker – je nach Art 30 bis 3.000fach so süß – ähnelt der Geschmack und das Volumen von Zuckeralkoholen ihm sehr. Dementsprechend lassen sich Zuckeralkohole ähnlich wie Haushaltszucker verarbeiten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Du Haushaltszucker 1:1 mit ihnen ersetzten kannst. Jeder Zuckeralkohol bringt eine etwas andere Süßkraft und spezielle Eigenschaften mit sich.

Geringer Einfluss auf Blutzuckerspiegel

Ihre Besonderheit liegt auch darin, dass der menschliche Körper Zuckeralkohole beinahe insulinunabhängig verwerten kann. Das bedeutet, beim Verzehr von Xylit und Co haben diese nur geringen Einfluss auf Deinen Blutzuckerspiegel. Daher können Diabetiker Zuckeralkohole als Alternative zu Zucker verwenden, müssen diese allerdings trotzdem bei der Brennwert-Berechnung berücksichtigen.

Naschen ohne Karies

Ferner wirken Zuckeralkohole nicht kariogen – d. h. sie verursachen kein Karies. Somit werden sie beispielsweise für zuckerfreie Bonbons und zahnschonende Kaugummis verwendet. Xylit gilt sogar als zahnpflegend.

Grundsätzlich unbedenklich

Grundsätzlich gelten Zuckeralkohole als unbedenklich aus gesundheitlicher Sicht und unterliegen keinen Mengenbegrenzungen bei der Lebensmittelherstellung. Nur in höheren Mengen können sie blähend oder abführend wirken. Der Grund ist: Sie werden vom Dünndarm nicht vollständig aufgenommen und gelangen zum Teil unverändert in den Dickdarm, wo sie bei vermehrtem Konsum zu Durchfall führen können.
Ein dementsprechender Hinweis ist auf Lebensmitteletiketten vorgeschrieben, wenn der Anteil an Zuckeralkoholen mehr als 10 Prozent des Gesamtproduktes beträgt.

Zuckeralkohole im Überblick

In der EU sind bislang 8 Zuckeralkohole zugelassen. Da sie als Lebensmittelzusatzstoffe gelten, sind sie jeweils mit einer E-Nummer gekennzeichnet:

Sorbit (E 420)

Sorbit wurde ursprünglich aus den Früchten der Eberesche gewonnen. Er ist jedoch auch in vielen anderen Fruchtsorten enthalten – vor allem in Kernobst. Der Energiegehalt von Sorbit beträgt 2,4 Kilokalorien und seine Süßkraft beträgt ungefähr 40 bis 60 Prozent im Vergleich zu Haushaltszucker. Da Sorbit die Eigenschaft besitzt Feuchtigkeit aus der Umgebung zu binden, wird er in der Lebensmittelherstellung auch als Feuchthaltemittel verwendet. Er schützt zum Beispiel Kaugummis, Zahncremes oder Pralinenfüllungen davor auszutrocknen.

Xylit (E 967)

Der auch als Birkenzucker bezeichnete natürliche Zuckeralkohol ist Bestandteil von vielen Gemüse- und Obstsorten. Außerdem ist Xylit in der Rinde von bestimmten Holzarten zu finden.
Holzgummi (aus Harthölzern) oder andere Reststoffe (z. B. Maiskolbenreste oder Stroh) werden mit Hitze und Druck zu Xylit verarbeitet. Die Herstellung ist im Vergleich zu anderen Zuckeralkoholen relativ aufwändig – das merkst Du als Endverbraucher oft am Preis. Allerdings hat Xylit den Vorteil, dass es beinahe die gleiche Süßkraft (98 Prozent) wie Haushaltszucker besitzt und ihm im Geschmack sehr ähnlich ist. Der Brennwert liegt bei 2,4 Kilokalorien je Gramm.
Außerdem ist Birkenzucker wasserbindend und verursacht eine kühlende Wirkung im Mund, weil er Wärme entziehend ist – ähnlich wie der Effekt von Menthol.
Mehr Infos über Xylit findest Du hier.

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Isomalt (E 953)

Isomalt wird über einen zweistufigen Prozess aus Haushaltszucker gewonnen. Es ist ca. halb so süß wie Haushaltszucker und hat einen Brennwert von ca. 2 Kilokalorien pro Gramm.
Dieser Zuckeralkohol wird in unterschiedlichen kalorienreduzierten oder zuckerfreien Lebensmitteln verwendet. Dazu zählen z. B. Kaugummis, Schokolade, Backwaren und Speiseeis.

Mannit (E 421)

Der Mannit kommt ursprünglich vom Saft der Manna-Esche. Wird der Saft eingetrocknet erhält er immerhin schon 13 Prozent Mannit. Auch kommt er z. B. im Saft der Lärche, in bestimmten Meeresalgen, Pilzen, Flechten und Ölbaumgewächsen vor. In Pulverform hat Mannit eine Süßkraft von ca. 50 bis 60 Prozent im Vergleich zu Haushaltszucker. Je Gramm enthält das Pulver 2,4 Kilokalorien. Mannit wird u. a. zur Tablettenherstellung und als Arzneistoff verwendet. In der Lebensmittelindustrie spielt er eine geringere Rolle, da es deutlich günstigere Zuckeralkohole gibt.

Maltit (E 965)

Maltit wird durch Hydrierung von Maltose (hergestellt aus Mais- bzw. Weizenstärke) gewonnen.
Dieser Stoff besitzt 60 bis 90 Prozent der Süßkraft im Vergleich zu Haushaltszucker und liefert in etwa 2,5 Kilokalorien pro Gramm.
Maltit wird hauptsächlich in der Lebensmittelindustrie für kalorienreduzierte Produkte und Diabetiker-Lebensmittel verwendet. Du findest es beispielsweise in Marmeladen, Desserts, Senf, Soßen, Bonbons und Kaugummis. Auch dieser Zuckeralkohol zieht Feuchtigkeit an und schützt Lebensmittel vor dem Austrocknen.

Lactit (E 966)

Dieser Zuckeralkohol wird über eine chemische Reaktion aus Lactose (Milchzucker) hergestellt.
Lactit besitzt eine Süßkraft von nur 30 bis 40 Prozent verglichen mit Haushaltszucker und liefert einen Energiegehalt von etwa 2,4 Kilokalorien je Gramm. Lactit hat im Gegensatz zu vielen anderen Zuckeralkoholen keine wasserbindenden Eigenschaften. Somit ist der Stoff gut geeignet um Lebensmittel trocken zu halten, wie z. B. Backpulver. Verwendungen findet Lactit auch in zuckerreduzierten Produkten wie Soßen, Senf, Süßwaren und Speiseeis.

Erythrit (E 968)

Erythrit gilt als Star der Zuckeralkohole, denn er ist gegenüber anderen Zuckeralkoholen beinahe kalorienfrei (höchstens 0,2 Kilokalorien auf 1 Gramm) und besitzt etwa 50 bis 80 Prozent der Süßkraft von Haushaltszucker. Der Stoff hat eine kristallisierte Form – ähnlich wie Haushaltszucker – und lässt sich gut zum Kochen als auch Backen verwenden. Ab zwanzig Grad Celsius löst er sich im Wasser auf. Eingerührt in Fett lässt sich das kristallisierte Erythrit nicht direkt verbinden. Dafür musst Du den Zuckeralkohol vorher aufgelöst haben.
Mehr zum Thema Erythrit ist hier geboten.

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Polyglycitolsirup (E 964)

Dieser Zuckeralkohol ist ein hydrogenisiertes Stärkehydrolysat, dass es so im Supermarkt nicht zu kaufen gibt. Der Stoff ist gut wasserlöslich und etwas weniger süß als andere Zuckeralkohole. In kalorienreduzierten Lebensmitteln und zuckerfreien Produkten erhöht er die Masse, Bindefähigkeit und Stabilität.

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